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Stauden statt Rasen - vielfältig und pflegeleicht


Stauden statt Rasen
Agastache (Duftnessel) vor Festuca mairei und Zwerg-Perrückenstrauch

Gartenbesitzer aufgepasst! Ihr wollt der Umwelt etwas zurückgeben? Und das am besten noch vor der eigenen Haustüre? Mit dem Konzept "Stauden statt Rasen" wird ein Stück Rasen in ein Paradies für Bienen und Insekten verwandelt. Die Grasnarbe wird abgeschält, der Boden aufbereitet und eine pflegeleichte Staudenmischpflanzung nach dem "New German Style" hergestellt.

Der Titel dieser Aktion stammt übrigens ursprünglich von Davit Arican. Vielen Dank an dieser Stelle für dein Vertrauen!

VORTEILE

  • Schaffung von Nahrungsangebote und Lebensräume für Insekten, Bienen und anderen Lebewesen

  • hoher Einfluss auf den Erhalt und die Förderung der Biodiversität in unserer unmittelbaren Umgebung

  • Entgegenwirken von Versiegelung, Flächenverbrauch, landschaftlicher Monotonie

  • Forster: „Die Summe vieler auch kleiner Vorgärten ist eine große Fläche und kann als individueller Beitrag der Bürger das Stadtklima positiv beeinflussen.“



WAHL DER STAUDENMISCHUNG


Die Stauden-Mischungen sind auf Grundlage wissenschaftlich erprobter Zusammenstellungen ausgewählt. Die Pflanzen werden nach ihrem natürlichen Standort, Wuchs- und Ausbreitungsverhalten sowie den Ansprüchen an Wasser und Boden ausgewählt. Diese Eigenschaften sind maßgeblich für eine pflegeleichte und dauerhafte Pflanzung.

Die Einteilung in Gerüstbildner, Begleit- und Füllstauden ergibt eine natürlich anmutende Pflanzengemeinschaft. Ein ausgewogenes Verhältnis an bodendeckenden Stauden sorgt für eine schnelle Bedeckung der offenen Flächen und hält den Pflegeaufwand gering. Die Stauden ergeben ein saisonübergreifend schönes Bild mit Kontrasten in Blüten, Blattstrukturen/-farben, sowie Texturen und Gerüchen. weitere Infos: www.durchgeblueht.de

Stauden statt Rasen
Gerüstbildner, Leitstauden, Gräser und Sträucher


WAHL DER PFLANZ-METHODE


Durch die Art der Pflanzung kann hauptsächlich der aufkommende Pflegeaufwand beeinflusst werden. Durch eine Anpassung des Standorts an die Anforderungen der Pflanzengemeinschaften werden die optimalen Voraussetzungen geschaffen. Vor allem durch eine mineralische Mulchschicht oder sogar ein Austausch des bestehenden Bodens durch ein spezielles Pflanzsubstrats wirkt dem spontanen Aufwuchs entgegen.


1. Einfache Pflanzung

Die Grasnarbe wird ca. 5 cm tief abgetragen. Anschließend wird das Erdreich durch Fräsen aufgelockert und durch die Einarbeitung von Sand verbessert. Anschließend wird das Beet eingeebnet und mit einer dünnen Schicht Pflanzerde abgedeckt.


2. Mineralische Mulchschicht

Die Grasnarbe wird ca. 5 cm tief abgetragen. Anschließend wird das Erdreich durch Fräsen aufgelockert und durch die Einarbeitung von Sand verbessert. Anstelle der Pflanzerde wird eine mineralische Mulchschicht (Splitt/Kies) von 5-7 cm aufgetragen. Diese schützt das Erdreich vor dem Austrocknen und erschwert den unerwünschten Aufwuchs von Beikräutern. Nach 2-3 Jahren sollte das Kies bereits zum Großteil von den Stauden überdeckt sein.


3. Pflanzsubstrat

Hier wird das Erdreich ca. 20 cm tief ausgehoben und durch professionelles Pflanzsubstrat ausgetauscht werden. Durch seine hohe Wasserspeicherfähigkeit und einer unkrautfreien Anlieferung haben die Pflanzen optimale Bedingungen. Der Pflegeaufwand ist entsprechend gering.


Stauden statt Rasen
Lavendel und Steppenkerze


PFLEGE


Die Pflanzungen nach dem "New German Style" sind bereits über Jahre erprobt und haben durch ihre spezielle Zusammenstellung gegenüber herkömmlichen Pflanzungen einen großen Vorteil in der Pflegbarkeit. Bereits im zweiten Jahr macht sich eine Reduktion des Pflegeaufwands bemerkbar. Pflegegänge um unerwünschten Aufwuchs zu entfernen, sind nur ca. 4 mal pro Jahr notwendig. Ein einziger bodennaher Rückschnitt im Februar/März genügt, damit die Pflanzung auf Dauer vital und gesund bleibt.

Durch die Vielfalt an Pflanzen entwickelt sich die Pflanzung gemäß ihrem Standort durch einen dynamischen Prozess selbst. Gewässert werden müssen die Pflanzen nur bei extremen Trockenphasen. Eine Düngung ist nicht notwendig.

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